Kurzbeschreibung

Die Landwirtschaft ist ein prägender Wirtschaftszweig für den Landkreis Osnabrück mit rund 3.000 SVB in der Urproduktion. Der Landkreis zählt zu den agrarstärksten Regionen Niedersachsens mit intensiver Nutztierhaltung (Schweine, Geflügel) und Ackerbau (Mais, Getreide, Zuckerrüben). Der Strukturwandel (Höfesterben, Flächenkonzentration) und gesellschaftliche Anforderungen (Tierschutz, Umweltauflagen) prägen die Branche.

WZ-Code

A01 – Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SVB)

KennzahlWert
Geschätzte SVB gesamt~3.000
Ackerbau/Pflanzenbau~1.200
Tierhaltung~1.000
Lohnunternehmen/Maschinenringe~500
Sonstige (Gartenbau, Forstwirtschaft)~300
Trend (2015–2025)Leicht rückläufig (−8 %)

Schlüsselunternehmen

Standortfaktoren

Trendprognose

Die Landwirtschaft wird sich weiter konsolidieren. Die Zahl der Betriebe sinkt, die Betriebsgrößen steigen. Die gesellschaftlichen Anforderungen an Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz nehmen zu. Die Beschäftigung wird auf ~2.500 SVB sinken. Chancen liegen in der Regionalvermarktung, Direktvermarktung und nachhaltigen Produktionssystemen.

3 Handlungsempfehlungen

  1. Regionalvermarktung ausbauen: Die Marke „Osnabrücker Land“ für regionale Lebensmittel stärken – in Kooperation mit der Nahrungsmittelindustrie und dem Einzelhandel.
  2. Nachhaltige Nutztierhaltung fördern: Landwirte bei der Umstellung auf höhere Tierwohlstandards unterstützen – mit Beratung, Investitionsförderung und Abnahmegarantien.
  3. Agrarbildung sichern: Die landwirtschaftliche Ausbildung an den Berufskollegs stärken. Neue Studiengänge an der HS Osnabrück (Agrarwirtschaft) für nachhaltige Landwirtschaft entwickeln.

Quellenvermerk

Daten basieren auf Bundesagentur für Arbeit, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Landkreis Osnabrück (Agrarstruktur), Landesamt für Statistik Niedersachsen.

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