Kurzbeschreibung

Die Metallverarbeitung ist ein traditionsreicher und stabiler Industriezweig in der Region Osnabrück. Mit rund 5.000 SVB und Weltmarktführern wie KME Germany (Kupferverarbeitung) und Georgsmarienhütte (Edelstahl) prägt sie das verarbeitende Gewerbe. Die Branche ist exportorientiert und unterliegt globalen Konjunkturzyklen. Osnabrück profitiert von der langen industriellen Tradition und einem stabilen Fachkräftepool.

WZ-Code

C24 – Metallerzeugung und -bearbeitung (inkl. C25 – Herstellung von Metallerzeugnissen)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SVB)

KennzahlWert
Geschätzte SVB gesamt~5.000
KME Germany (Osnabrück)~1.500
Georgsmarienhütte (LK)~1.200
Weitere Metallbetriebe~2.300
Trend (2015–2025)Leicht rückläufig (−3 %)

Schlüsselunternehmen

Standortfaktoren

Trendprognose

Die Metallverarbeitung bleibt ein stabiler industrieller Kern. Die Transformation zur CO₂-armen Stahl- und Metallproduktion erfordert Investitionen in grünen Wasserstoff und E-Öfen. Die Beschäftigung wird leicht auf ~4.700 SVB sinken, aber nicht massiv einbrechen. KME und Georgsmarienhütte haben gute Zukunftsperspektiven durch Spezialprodukte.

3 Handlungsempfehlungen

  1. Grüne Stahlproduktion beschleunigen: Georgsmarienhütte bei der Umstellung auf Wasserstoff-Direktreduktion unterstützen – durch Fördermittel des Landes Niedersachsen und EU-Programme.
  2. Energiepreise stabilisieren: Regionale Energiepartnerschaften mit Stadtwerken Osnabrück und Anbietern von Grünstrom. Eigene PV- und Windkapazitäten für Industrie ausbauen.
  3. Fachkräftenachwuchs: Mit der Uni/HS Osnabrück duale Studiengänge in Werkstoffwissenschaften ausbauen (z. B. Bachelor Metallurgie).

Quellenvermerk

Daten basieren auf Bundesagentur für Arbeit, KME Germany, Georgsmarienhütte (Unternehmensangaben), IHK Osnabrück, Wirtschaftsvereinigung Stahl.

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