Executive Summary

Münchens Luft- und Raumfahrtbranche vereint mit 52.000 SVB die höchste Beschäftigungsdichte Deutschlands in diesem Sektor. Die Branche profitiert von einem historischen Rüstungsboom (NATO-2%-Ziel, Bundeswehr-Sondervermögen), steht jedoch vor strategischen Dilemmata: Eine überalterte Belegschaft (35 % Renteneintritt in 10 Jahren), ESG-Transformationsdruck und eine gefährliche Abhängigkeit von chinesischen Rohstofflieferketten bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit. Die SWOT-Analyse zeigt, dass Münchner Unternehmen ihre Dual-Use-Kompetenz und Exzellenzcluster-Positionierung nutzen müssen, um Stärken in Defence und Schienenverkehr mit Chancen in Wasserstoff-Technologie und Urban Air Mobility zu verbinden.

Analyse

Stärken:

Schwächen:

Chancen:

Risiken:

Handlungsempfehlungen

  1. Talent-Academy für die Rentenlücke: Gemeinsame Initiative von Airbus Helicopters, MTU und Siemens Mobility mit der TU München und Fraunhofer – gezielte Ausbildung von 500 Ingenieuren pro Jahr mit Fokus auf E-Mobilität und Wasserstoffantrieb. Kombiniert Master-Studium mit Praxiseinsätzen und garantiertem Arbeitsvertrag.

  2. Green Aerospace Valley München: Positionierung des Standorts als internationales Zentrum für nachhaltige Luftfahrt (SAF, Wasserstoff, E-Antrieb). Gemeinsame Pilotinfrastruktur mit Flughafen München, SWM (Münchner Stadtwerke) und Bayern Innovativ.

  3. Resilienz-Programm Rohstoffe: Strategische Partnerschaft mit Australien, Kanada und Brasilien für Titan- und Seltene-Erden-Lieferungen – gekoppelt mit Forschungsprojekt der TU München zur Substitution kritischer Materialien.

  4. Dual-Use-ESG-Reporting: ESG-konforme Kommunikation entwickeln, die den positiven Beitrag der Defence-Industrie zu Sicherheit und Souveränität betont (Security-as-a-Service), um Taxonomie-Ausschluss zu mildern.

Datenbasis


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