Kernaussage: Die Wertschöpfungskette der Münchner Möbelbranche ist durch handwerkliche Fertigung und persönliche Kundenbeziehung geprägt. Die höchste Wertschöpfung liegt in der individuellen Planung und Beratung sowie der Fertigungskompetenz.
Analyse:
- Primäre Aktivitäten:
- Eingangslogistik: Holz (Eiche, Buche, Nussbaum) aus regionalen Wäldern (FSC). Furniere, Beschläge, Lacke von Speziallieferanten. Qualitätssicherung bei Holztrocknung.
- Produktion: Tischlerwerkstatt (CNC-Fräsen, Kantenanleimer, Schleiftechnik, Oberflächenbehandlung). Handwerkliche Fertigung von Maßmöbeln, Polsterei.
- Ausgangslogistik: Montageservice in München und Umland. Aufbau vor Ort. Reparaturservice als wiederkehrendes Geschäft.
- Marketing/Vertrieb: Showroom-Beratung, Messen (Munich Creative Business Week), Architektenkontakte. Online-Konfiguratoren im Aufbau.
- Service: Maßanfertigung, Aufmaß vor Ort, Innenarchitektur-Beratung. Reparatur- und Restaurierungsservice.
- Unterstützende Aktivitäten:
- Technologieentwicklung: CAD/CAM, 3D-Visualisierung, CNC-Programmierung. Digitale Auftragsabwicklung.
- Personal: Tischler (Gesellen, Meister), Polsterer, Innenarchitekten. Fachkräftemangel ist groß.
- Infrastruktur: Werkstatt, Maschinenpark, Showroom. Versicherungen, Qualitätsmanagement.
Handlungsempfehlung: Digitale Planungstools (3D-Konfiguration) vor der Werkstatt-Fertigung als Wertschöpfungshebel nutzen. Montage- und Reparaturservice als wiederkehrende Erlösquelle ausbauen. CNC-Kapazitäten durch Standardisierung auslasten.
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