Kurzbeschreibung

Die Zuliefererindustrie ist ein traditionsreicher, aber unter Druck stehender Sektor in Osnabrück. Mit rund 3.000 SVB beliefern zahlreiche KMU die Automobilindustrie (VW), den Maschinenbau und die Metallverarbeitung. Der Strukturwandel hin zur E-Mobilität, die Digitalisierung und der globale Wettbewerb setzen die Betriebe massiv unter Druck. Osnabrück spiegelt als durchschnittlicher Standort exakt die deutsche Industrietransformation wider.

WZ-Code

C22 – Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren / C23 – Glas, Keramik, Steine / C25 – Metallzulieferer (geschätzte Anteile)

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SVB)

KennzahlWert
Geschätzte SVB gesamt~3.000
Kunststoffverarbeiter~1.200
Guss-/Metallzulieferer~1.000
Elektronik-/Komponenten~500
Sonstige (Gummi, Textil)~300
Trend (2015–2025)Rückläufig (−15 %)

Schlüsselunternehmen

Standortfaktoren

Trendprognose

Die Zuliefererindustrie steht vor einem schwierigen Jahrzehnt. Schätzungen zufolge werden 20–30 % der Betriebe ihre Produktion umstellen oder aufgeben müssen. Erfolgreich werden diejenigen sein, die frühzeitig in neue Technologien (Batteriekomponenten, Leichtbau, E-Antriebe, Digitalisierung) investieren. Die Beschäftigung wird auf ~2.500 SVB sinken.

3 Handlungsempfehlungen

  1. Transformationsberatung für KMU: Ein kostenloses Beratungsprogramm der IHK/Wirtschaftsförderung hilft Zulieferern bei der strategischen Neuausrichtung (neue Produkte, neue Märkte).
  2. Innovationsförderung E-Komponenten: Gezielte Förderung von Zulieferern, die auf E-Mobilität umstellen – Batteriegehäuse, Ladeinfrastruktur, Leichtbau.
  3. Kooperationen und Konsortien: Kleine Zulieferer sollten sich zu Konsortien zusammenschließen, um gemeinsam größere Aufträge zu akquirieren und FuE zu betreiben.

Quellenvermerk

Daten basieren auf Bundesagentur für Arbeit, IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, VW Osnabrück (Lieferanteninformationen), Wirtschaftsförderung Osnabrück, Branchenstudie Zulieferer Niedersachsen.

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